Jetzt im Fruehling bluehen ausserdem in jedem Vorgarten bunte Blumen und die Sonnenuntergaenge hinter dem mit Schaefchenwolken bedeckten Devil's Peak erstrahlen in einem wunderschoenen Pink.
Man findet in Obz vor allem einstoeckige Haeuser mit ebenfalls bunten Fassaden, die sich durch ihren schoenen viktorianischen Baustil auszeichnen.
Es hat sich in den letzten drei Jahren in den Kapstaedter Krankenhaeusern einiges getan, was elektronische Datenverarbeitung angeht: das GSH verfügt nun über eine Software, über die man auf den großen Bildschirmen auf jeder Station die Laborwerte und radiologischen Bilder aller Patienten aufrufen kann. Diese Software ist sogar fortschrittlicher als das ORBIS in Frankfurt, da in Kapstadt mittlerweile einige Krankenhäuser ihre Daten vernetzt haben und so auch Laborwerte und z.B. CT-Bilder sowie deren Befunde aus anderen Kliniken angeschaut werden können.
Es gibt jetzt auch eine Software, über die die Ärzt*innen Kurzberichte und verschriebene Medikamente von Patient*innen, die entlassen werden eintragen, sodass auch die Patient*innenakten immer mehr elektronisch dokumentiert werden.
Wir auslaendischen elective Students folgen dem Stundenplan der südafrikanischen 6th year students, der neben den Visiten, ward work
(meistens Blutentnahmen oder Aufnahmen) und den clinics (Ambulanz), auch viele Tutorials
(Seminare - mindestens eines pro Tag, freitags den ganzen Tag)
vorsieht. Diese Lehrseminare sind qualitativ wirklich gut - davon kann
sich so manches Lehrkrankenhäuser in Deutschland eine Scheibe
abschneiden!
Nach meinen drei Wochen auf der HPB (Hepatobilliary / Upper GI), bin ich nun in die Colorectal Surgery rotiert. Weitere Rotationen sind in der Acute Surgery Ward und in der Vascular Surgery vorgesehen. Im OP darf ich hin und wieder assistieren, manchmal ist am OP-Tisch aber neben dem Consultant, Juniorconsultant, Registrar und der OP-Schwester kein Platz mehr oder ein anderer Student / eine andere Studentin hat sich schon eingewaschen.
Die Unterschiede zum deutschen OP sind vergleichbar mit dem, was ich in Tansania erlebt habe: Es werden statt Einweg-OP-Tuecher und -OP-Kittel solche verwendet, die autoklaviert und wieder verwendet werden und auch die Sterilitaet wird nicht ganz so mega streng genommen, wie in deutschen OPs. Ansonsten ist der medizinische Standard aber durchaus vergleichbar mit Deutschland und viele OP-Techniken werden mit randomisierten Studien begruendet.
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