Bisher habe ich allerdings nur die "Standardwanderungen" absolviert plus eine ganz besondere "Abenteuerwanderung".
Den Tafelberg habe ich gemeinsam mit einem suedafrikanischen Studenten erklommen, den ich auf meiner Station kennen gelernt habe und der selbst noch nie auf den Tafelberg gewandert ist. Er hat den Großteil seines Medizinstudiums auf Kuba verbracht (und spricht folglich fließend Spanisch) - hatte waehrend der sechs Stunden Aufstieg einiges von seiner Zeit auf der Karibikinsel zu erzaehlen.
Wir haben uns entschlossen nicht die direkte Route zu nehmen, sondern sind vom Upper Campus der UCT (University of Cape Town) gestartet. Den Weg dorthin haben wir uns gespart und stattdessen mit dem Jamie Shuttle etwas gecheatet. Der Weg vom Campus aus, von dem man uebrigens auch schon eine wirklich schoene Aussicht hat, fuehrt zunaechst zum Rhodes Memorial, wo wir ein paar Fotos geschossen und uns dann den weiteren Weg gesucht haben.
Irgendwann konnten wir dann auch die Cable Car Station sehen, von der aus die "faulen Menschen" auf den Tafelberg kommen und wo die direkte Wanderroute los geht. Als sich unser Wanderweg mit dem der von der Cable Car Station startenden Wandernden traf, begann der steile Aufstieg auf das 1085 Meter hohe Wahrzeichen von Kapstadt.
Ich musste meinen Wanderkollegen am Ende ganz schoen pushen, bis wir endlich oben ankamen, unser kleines Picknick und die phaenomenale Aussicht genossen konnten.
Da so schoenes Wetter und Wochenende war, wimmelte es von Menschen und die Schlange zum Cable Car war immens lang. Wir haben natuerlich auch ganz viele schoene Fotos geschossen und sind ein bisschen herumgelaufen, um die Aussicht von jedem Punkt aus zu geniessen.
Nachdem wir unsere Flaschen aufgefuellt und unsere Blasen geleert hatten, haben wir uns abn den Abstieg gemacht, der, da nun im Schatten liegend, bedeutend kuehler und vor allem auch einsamer war, als der Aufstieg.
Kurz vor Sonnenuntergang erreichten wir die Cable Car Station und haben von dort ein Taxi zum Bahnhof genommen, wo wir ins Taxi Richtung Wineberg umgestiegen sind.
Sobald sich der Himmel rosa verfaerbt hat fingen wir und die gefuehlt 100 anderen Menschen an Fotos und Selfies in allen Varianten zu schiessen - bei mir wurden es natuerlich hauptsaechlich Calisthenics-Posen, auf deren Ideen mich aber vor allem die beiden Jungs gebracht haben. ;)
Nachdem sich die Sonne verabschiedet hat und der Halbmond schon am Himmel stand, aber noch bevor es richtig dunkel wurde, stiegen wir den Loewenkopf wieder herab und bestaunten die tolle Aussicht auf die von Millionen Lichtern erleuchtete Stadt.
Wir haben uns frueh morgens aufgemacht und waren kurz vor 9 Uhr dort, was gut war, denn nach 9 Uhr darf niemand mehr die Wanderung starten, da sie so lange dauert.
Nachdem wir unsere wasserfesten Taschen gepackt und Sonnencreme aufgetragen hatten, ging es zunaechst 5 km vom Parkplatz zum Flussufer mit nur leichter Steigung. Dort begann dann der eigentliche Spass: Wir wanderten den Flusslauf entlang und mussten mal ueber Steine und Felsen klettern, mal durch Wasser waten oder schwimmen und auch Felsen herunterrutschen. Den eigentlichen Hoehepunkt bilden aber die Spruenge, die man aus fuenf bis 15 Meter Hoehe in den Fluss wagen muss/kann. Es hat auch wirklich Spass gemacht, auch wenn es zwischendurch aufgrund des Windes und der nassen Klamotten auch mal kuehl wurde.
Der letzte Sprung war der hoechste und wir hatten alle viel Respekt vor den 14 Metern. Nachdem die 8 Jungs vor mir den Sprung gewagt hatten, habe ich einige Minuten lang gebraucht, um meine Angst zu ueberwinden. Letztendlich habe ich aber den Sprung gewagt, den Adrenalinkick genossen und war echt stolz und ueberwaeltigt! Direkt schon beim Eintauchen ins Wasser tat mir allerdings mein Knie weh, was ich als nicht ungewoehnlich erachtet habe, da fast allen Springern irgendein Koerperteil danach weh tat. Leider gingen die Schmerzen auch auf dem 6 km langen Rueckweg nicht mehr weg und es stellte sich heraus, dass ich mir tatsaechlich bei dem Sprung meinen Meniskus etwas laediert habe. Das wars also mit Wandern in Kapstadt... ab jetzt wird nur noch am Strand gechillt!
Hier ein Video, das in etwa zeigt, was wir erlebt haben!









